RAUCHGAS & QUECKSILBER: DIE HERAUSFORDERUNG

In zahlreichen Industrieländern sind Verbrennungsanlagen die gängige Praxis bei der Abfallentsorgung. Es gibt auch Möglichkeiten, um bei diesem Verfahren Energie wiederzugewinnen. Allerdings erfordert die Betreibung einer Müllverbrennungsanlage die strenge Einhaltung von Umweltbestimmungen. Verbrennungsanlagen für Sondermüll und klinische Abfälle ebenso wie Müllverstromungsanlagen können von unserer Aktivkohle der EcoSorb™-Reihe profitieren. Sie wurde speziell zur Adsorption unerwünschter Verbindungen aus Rauchgasen, die über die Luft verbreitet werden, entwickelt.

Anwendungen und Lösungen

für Rauchgas- und Quecksilber-Anwendungen

Sondermüllverbrennungsanlagen

Hochtemperatur-Verbrennungsanlagen sind weithin als umweltfreundlichste Methode zur Beseitigung verschiedener gefährlicher Abfälle, die in Industrieprozessen anfallen, anerkannt. Die Lizenzierung und Regulierung von Sondermüllverbrennungsanlagen wird streng kontrolliert, was zu einer kleinen Anzahl großtechnischer Verfahren führt. Sondermüll lässt sich oft nur schwer verbrennen und erfordert im Verhältnis zur Menge des verbrannten Abfalls ein hohes Rauchgasvolumen. Die Schadstoffe, die eine Behandlung mit pulverförmiger Aktivkohle erfordern, resultieren aus dem Verbrennen flüssiger Halogene (Produktion von Dioxinen) und dem Verbrennen von Thermometern und elektrischer Ausrüstung (Quecksilber).Typische PAK-Dosierungen reichen von 100-200 mg/Nm3 bei Temperaturen von bis zu 250C. Die sehr variable Zusammensetzung des Gasstroms stellt bei dieser Anwendung eine Herausforderung für die Behandlung dar. Jacobi stellt für daher sowohl Standardsorten (pulverförmige Aktivkohlen der EcoSorb™ XP-Reihe in Europa und Asien und extrudierte und granulierte Aktivkohlen der AddSorb™ VQ-Reihe weltweit) als auch Premium-Materialien (EcoSorb™ QS Advanta als Zusatzstoff für die Flüssigphase und die imprägnierte Aktivkohle AddSorb™ VQN, die zur simultanen Entfernung von ionischem als auch elementarem Quecksilber entwickelt wurden) bereit.

Müllverbrennungsanlagen für klinische Abfälle

Moderne Krankenhäuser erzeugen eine erhebliche Menge chemischer und biologisch gefährlicher Abfälle. Um diese Materialien sicher zu entsorgen, die Wärmerückgewinnung zu maximieren und die Beeinträchtigung der Umwelt zu minimieren, betreiben zahlreiche große Krankenhäuser Verbrennungsanlagen vor Ort. Ebenso wie bei industriellen Verbrennungsanlagen benötigt das Rauchgas eine Aufbereitung, bevor es in die Umwelt entlüftet wird. Verunreinigungen, die eine Behandlung mit Aktivkohle erfordern, resultieren aus der Verbrennung von Kunststoff (Entstehung von Dioxinen) und ebenso aus der Verbrennung von Thermometern und Batterien (Entstehung von Quecksilber). Insbesondere die Quecksilberkonzentrationen in dieser Anwendung können sehr hoch sein. Die PAK-Dosierungen reichen üblicherweise von 100-300 mg/Nm3 bei Temperaturen von 130-180C. Jacobi stellt für diese Anwendung sowohl Standardsorten (pulverförmige Aktivkohlen der EcoSorb™ XP-Reihe in Europa und Asien und extrudierte und granulierte Aktivkohlen der AddSorb™ VQ-Reihe weltweit) als auch Premium-Materialien (EcoSorb™ QS Advanta als Zusatzstoff für die Flüssigphase und die imprägnierte Aktivkohle AddSorb™ VQN, die zur simultanen Entfernung von ionischem und elementarem Quecksilber entwickelt wurden) bereit.

Müllverstromung

Hochtemperaturverbrennung wird eingesetzt, um feste Haushaltsabfälle zu entsorgen. Die dabei wiedergewonnene Energie wird verwendet, um Kesselspeisewasser vorzuheizen und Ortsbereiche mit Fernwärme zu versorgen. Zur Reinigung des Rauchgases gehört die Abkühlung auf die richtige Temperatur, gefolgt von einer Trockenadsorption. Schadstoffe, die eine Aktivkohle-Adsorption erfordern, stammen aus dem Verbrennen von Kunststoff (Emission von Dioxinen) und von Batterien (Emission von Quecksilber). Im Allgemeinen sind die Schadstoffkonzentrationen in diesen Anwendungen relativ niedrig und PAK-Dosierungen reichen normalerweise von 30-50 mg/Nm3 bei der herkömmlichen Gastemperatur von 130C. Jacobi stellt für diese Anwendung sowohl Standardsorten (pulverförmige Aktivkohlen der EcoSorb™ XP-Reihe in Europa und Asien und extrudierte und granulierte Aktivkohlen der AddSorb™ VQ-Reihe weltweit) und Premium-Materialien (EcoSorb™ QS Advanta als Zusatzstoff für die Flüssigphase und die imprägnierte Aktivkohle AddSorb™ VQN, die zur simultanen Entfernung von ionischem und elementarem Quecksilber entwickelt wurden) bereit.

Art des Verbrennungsofens Anlagenumfang Schadstoffquelle Typische PAK-Dosierung (mg/Nm3) Gastemperatur (Grad C) Hinweise
Sondermüll Groß Flüssige Halogene (Dioxine), Thermometer/Elektroausrüstung (Quecksilber) 100-200 250
  • Sehr variable Zusammensetzung des Gasstroms / Konzentration
Klinischer Abfall Klein Medizinische Geräte aus Kunststoff (Dioxine), Thermometer/Batterien (Quecksilber) 100-300 130-180
  • Sehr hohe Quecksilberkonzentration
  • Kalk, der für Sauergas hinzugefügt wird
Müllverstromung Sehr groß Kunststoffe (Dioxine), Batterien (Quecksilber) 30-50 130
  • Im Allgemeinen niedrige Konzentrationen
  • Kalk, der für Sauergas hinzugefügt wird

Zusätzlich zu unseren Standard-Aktivkohlen (einschließlich der pulverförmigen EcoSorbTM XP-Reihe in Europa und Asien und der extrudierten und granulierten Aktivkohlen der AddSorb VQ-Reihe) hat Jacobi zwei Premium-Produkte für die simultane Entfernung von sowohl ionischem als auch elementarem Quecksilber entwickelt:

  • EcoSorb QS-Advanta – Zusatzstoff für die Flüssigphase, der in Waschlösungen oder Rauchgasströme eingespritzt werden kann
  • AddSorb VQN – pulverförmige Aktivkohle, die für die Trockeneinspritzung ins Rauchgas mit QS-Advanta imprägniert wurde

Diese Produkte legen beide Formen von Quecksilber als Quecksilbersulfid (HgS) still.  Dieses Quecksilbersalz ist sehr stabil, ungefährlich und nicht löslich, wodurch verhindert wird, dass es wieder in die Umgebung emittiert wird. So wird eine sichere, ökonomische Entsorgung als Feststoffabfall möglich.

Für weitere Informationen zum Einsatz von Produkten von Jacobi in Rauchgas- und Quecksilber-Anwendungen setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung. Unser Team hilft Ihnen gern.