Die Stadtwerke Sundern sind ein Eigenbetrieb der Stadt Sundern im Hochsauerlandkreis und sind unter anderem für die kommunale Trinkwasserversorgung verantwortlich. Das Aufgabengebiet der Wasserversorgung beinhaltet die Gewinnung (aus Quellen, Tiefbrunnen, Talsperre) und die Aufbereitung von Rohwasser sowie die Speicherung und Verteilung von Trinkwasser bis zum Endverbraucher. Die Stadtwerke Sundern sind zudem Mitglied des Wasserverbandes Hochsauerland (WVH).
Die Wasserversorgung im Versorgungsgebiet wird derzeit durch ein umfangreiches und technisch gut ausgestattetes System sichergestellt. Sie umfasst sieben Gewinnungsanlagen, die das benötigte Wasser bereitstellen. Zur Speicherung stehen insgesamt 17 Hochbehälter mit einem Gesamtvolumen von 7.730 m³ zur Verfügung. Das Rohrleitungsnetz erstreckt sich über eine Länge von 303,6 Kilometern und versorgt 8.357 Hausanschlüsse zuverlässig mit Trinkwasser.
Einführung von granularer Aktivkohle
Im Jahr 2007 wurde im Wasserwerk Sundern eine GAK-Filtrationsstufe (Granulierte Aktiv-Kohle) aus 3 parallel geschalteten GAK-Filtern mit jeweils 20m3 installiert und mit steinkohlebasierter Aktivkohle in Betrieb genommen.
Die Herausforderung
Die Aufbereitungsstufe mit der Aktivkohle dient der Elimination von chlorierten Kohlenwasserstoffen (CKW), die in Spuren (< 2 µg/l) hin und wieder im Rohwasser zu finden sind, und von sonstigen gelösten organischen Störstoffen. Sie dient in der Regel als eine Art Polizeifilter, um wechselnde lösliche Verunreinigungen im Rohwasser, z.B. nach starken Regenfällen, herauszufiltern.
Die installierte Aktivkohle wurde nach 2014 sporadisch reaktiviert, wobei steinkohlebasierte Aktivkohlen als Make-Up verwendet wurden. Im Jahr 2021 führte das IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasser Beratungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH eine Analyse der verbrauchten Kohle durch, und attestierte der Gebrauchtkohle nur noch eine geringer Restaktivität mit sehr mäßigem Reaktivierungspotential.
Für den somit angeratenen Aktivkohleaustausch bewertete das IWW eine Aktivkohle auf Basis von Kokosnusskohlenschale als positiv, da diese nicht nur für die Rohwasserzusammensetzung und das Aufbereitungsziel im Wasserwerk Sundern gut geeignet ist, sondern auch die CO2-Bilanz verbessern kann.
Die Lösung
Die Aktivkohle AquaSorbTM auf Kokosnussbasis ist seit dem Austausch im Einsatz.
Das Resultat
Die Umstellung auf kokosnussbasierte Aktivkohle war für die Sicherheitsfunktion der GAK-Filterstufe sehr erfolgreich. Die Stadtwerke Sundern haben ihr Treibhauspotenzial (GWP) durch diese Umstellung – wie vom IWW empfohlen – signifikant reduziert.
Leistungsprüfung von Aktivkohlen
Jacobi Group bietet ebenfalls die Möglichkeit, gebrauchte Aktivkohlen in hauseigenen Laboren umfassend zu untersuchen. Dabei bewerten wir nicht nur die grundsätzliche Reaktivierbarkeit, sondern führen auch Labor-Testreaktivierungen durch, um die spätere Performance der Aktivkohle nach der Aufbereitung realistisch einzuschätzen zu können.
Unser Anwendungstechnik-Team (PST) steht zudem beratend zur Seite, um gemeinsam mit dem Kunden ein passendes Aktivkohlemanagement zu entwickeln – sei es durch gezielte Reaktivierungszyklen oder einen vollständigen Austausch.
Darüber hinaus prüfen wir individuell, ob sich im konkreten Anwendungsfall alternative oder nachhaltigere Aktivkohletypen aus unserem Portfolio besser eignen. So entsteht eine Lösung, die sowohl technisch als auch ökologisch überzeugt.
Reaktivierung – Der Schlüssel zu einem nachhaltigen Aktivkohle-Management
Die regelmäßige Reaktivierung von gebrauchter Aktivkohle ist in vielen Fällen die nachhaltigere Lösung im Vergleich zum vollständigen Austausch. Durch gezielte Aufbereitung lässt sich die ursprüngliche Leistungsfähigkeit weitgehend wiederherstellen – ressourcenschonend und wirtschaftlich sinnvoll.
Selbst wenn ein Aktivkohletausch notwendig ist, müssen gebrauchte GAK-Materialien nicht automatisch entsorgt werden. Jacobi kann diese Kohlen im Sinne der Kreislaufwirtschaft übernehmen und – sofern geeignet – einer weiteren Nutzung oder Verwertung zuführen. So entsteht ein verantwortungsvoller Umgang mit Materialien, der Umwelt und Budget gleichermaßen zugutekommt.
Die Jacobi Group bietet ihren Kunden einen umfassenden Reaktivierungsservice an – von der sicheren und vorschriftsgemäßen Abholung der verbrauchten Aktivkohle bis zur Rücklieferung der aufbereiteten Aktivkohle. In unseren eigenen Reaktivierungsanlagen stellen wir höchste Qualitätsstandards sicher. Bei Transport und Logistik legen wir besonderen Wert auf kurze, ressourcenschonende Wege – ganz im Sinne unserer Verpflichtung zu mehr Nachhaltigkeit.
Für weitere Informationen und Beratungen können Sie uns unter info@jacobi.de kontaktieren.

